PartWiss 2025 Konferenz, Leipzig
Wir möchten mit diesem interaktiven Workshop Impulse in Hinblick auf Natur, Klima und Umwelt geben, indem sich Teilnehmer*innen aktiv mit partizipativen Methoden des More-Than-Human-Designs (MTHD) auseinandersetzen. Im Sinne dieses Workshops verstehen wir Partizipation als wechselseitiges Lernerlebnis, Interaktion und Diskussion in der Auseinandersetzung mit Forschungs- und Lehrmethoden. Gleichzeitig eröffnet der Workshop Teilnehmer*innen die Möglichkeit sich ein eigenes MTHD-Toolkit zusammenzustellen, in Diskussion und Praxis mit anderen Teilnehmer:innen auszuprobieren sowie sich an einem partizipativen, interdisziplinären Dialog zu beteiligen. Damit kann ein Grundgedanke mehr-als-menschlichen Designs in die Praxis umgesetzt werden: Eine Hinwendung zu nicht menschenzentriertem Handeln in unserer Arbeitspraxis sowie eine Wertschätzung anderer menschlicher und nicht-menschlicher Perspektiven.
Ablauf:
Der Workshop ist als interaktive Gruppenaktivität geplant, bei der sich alle Teilnehmenden aktiv beteiligen und austauschen können. Dazu ist der Workshop in vier Teile strukturiert. Die Teilnehmenden werden durch die Moderator:innen sowie ein Workbook mit Aufgaben und Informationen durch den Workshop geleitet.
Im ersten Schritt möchten wir einen kurzen Einblick in das Feld des MTHD geben und erläutern, warum es sich lohnen kann, die eigene Perspektive auf nicht-menschliche und mehr-als-menschliche Bedürfnisse und Herausforderungen zu zentrieren. In diesem Schritt werden wir kleine Arbeitsgruppen bilden und die Teilnehmenden bitten, innerhalb ihrer Gruppen ihren eigenen disziplinären Hintergrund anhand von drei Kernbegriffen vorzustellen.
Im zweiten Schritt werden die Forschungs- und Lehransätze des Noticing und De-Centering (Biggs et al. 2021; Nicenboim et al. 2023) durch Ausprobieren von verschiedenen Methoden des More-Than-Human-Designs vorgestellt und praktisch auf Eignung für die eigene Arbeit getestet. In der anschließenden Diskussion haben Teilnehmende Zeit, ihre individuellen Erfahrungen miteinander zu teilen und vergleichen und anhand der folgenden Fragen zu diskutieren: Was habe ich über die Praxis der anderen gelernt? Woran hätte ich selbst nicht gedacht?
Daraus sollen zum Abschluss Hypothesen für partizipative Zusammenarbeit basierend auf Stärken in mehr-als-menschlichen Begegnungen abgeleitet werden und eine Anerkennungskultur für verschiedene disziplinäre Formen der wissenschaftlichen Reflexion gefördert werden.